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Cachedose - Juli 2012

Burg Feldbergblick

Über die Jahre ist aus der stürmischen Liebe zur Landschaft des Südlichen Schwarzwaldes eine eher als liebevolle Zuneigung zu bezeichnende Beziehung geworden, wie man es bei älteren Ehepaaren zum Beispiel beobachten kann. Es sind die Gewohnheiten, die dieses Zusammenleben prägen. So reisen wir fast immer über die französische Rheinseite an, durchqueren den Kaiserstuhl auf kleinen Wegen und erklimmen dann durchs Höllental fahrend die ersten Schwarzwaldhänge.

Diesen Sommer machten wir eine kleine Ausnahme. Wir fuhren durch das Glottertal hoch. Kurz hinter St. Peter haben wir dann eine Rast an der Burg Feldbergblick eingelegt. Eine Burg in dieser Gegend? Unter Google gab’s unter diesem Stichwort keinen Eintrag (Jetzt schon!), da stimmt doch was nicht.

Nun, wer seine Blicke etwas schweifen lässt, während er die Straße hochfährt, bemerkt schon etwas Ungewöhnliches. Meist ist die Deutschlandflagge gehisst, wohl Zeichen, dass der Burgherr anwesend ist. Aber erst wenn man anhält und die ganze Pracht aus der Nähe betrachtet, stellt man fest: Hier hat ein Bastler über Jahre seinem Hobby gefrönt. Und stolz berichtet der Erbauer auf einer Informationstafel, dass es sich bei der Anlage um keinen Nachbau handelt. Es ist ein Unikat! Und was für eines.

So haben wir heuer mit dem Zwischenstopp einen kleinen Multi geschaffen. Das nahegelegene Wartehäuschen an einer Bushaltestelle bietet auch unserer Mikrodose ausreichend Schutz und auf der Logbank sitzend hat man bei guter Sicht auch seinen Blick auf den Feldberg. Der Reviewer meinte zwar, es sei doch für die Wartung ein bisschen weit weg von unseren Heimatkoordinaten, aber als wir ihm einen Cacherfreund aus der Region benannten, der sich im Ernstfall um den Cache kümmern kann, stand der Freischaltung nichts mehr im Wege. Unser neunter eigener Cache in dieser schönen Region.

Freiburger Wochenmarkt

Wir nutzen die Möglichkeit, mit der Kurkarte auch sämtliche öffentlichen Verkehrsmittel während unseres Urlaubsaufenthaltes nutzen zu können, weidlich aus und fahren unter anderem mehrmals mit der Höllentalbahn nach Freiburg. Und dort steht immer auch der Freiburger Wochenmarkt auf dem Besuchsprogramm. Sein vielfältiges Warenangebot lässt einen immer wieder staunen. Neben den üblichen Angeboten der Gemüsebauern aus der Region fallen vor allem die vielen Blumenstände im Sommer auf. Und nicht zu vergessen die rote Münsterwurst. Wer gegen 12 Uhr auf den Münsterplatz kommt, könnte den Eindruck gewinnen, die Freiburger ernähren sich nur von Bratwurst. Über ein halbes Dutzend Bratwurststände dicht an dicht auf der Nordseite des Münsters. Alles futtert und schwatzt. Und oben drüber das Mittagsgeläut vom Münster. Ein Erlebnis!

Staufener Risse

Die Stadt Staufen blickt auf eine lange Geschichte zurück. Ein pittoreskes Städtchen am Fuße des südlichen Schwarzwaldes und über allem thront die Burgruine Staufen. Dr. Faustus soll hier gelebt und gewirkt haben, die Badische Revolution erlebte hier eine ihrer schmerzhaftesten Niederlagen. Zahlreiche Geocaches haben uns immer wieder zu diesem schönen Ort hingezogen. Dieses Mal war es der Earthcache Staufener Risse. Und das hatte seine Gründe.

Im Herbst 2007 hatte die Stadtverwaltung in löblicher Absicht den Bau eines Erdwärmekraftwerkes für das Rathaus in Auftrag gegeben. Offenbar ging man bei den notwendigen Bohrungen in unmittelbarer Nähe des Rathauses nicht sorgfältig genug vor; jedenfalls drang das in der Tiefe angebohrte warme Wasser unbeabsichtigt auch in darüber liegende Gesteinsschichten ein. Eine dieser Schichten besteht aus Calziumsulfat, das unter Hinzugabe von Wasser in Gips umgewandelt wird. Leider ist damit aber auch eine Volumenzunahme von fast 60% verbunden. Den Rest kann man sich ausmalen: Die Erde hebt sich seitdem rund um das Rathaus. Inzwischen sind es über 30 cm! Der Cache Staufener Risse macht diese Katastrophe zum Thema und führt einen an die Gebäudestellen, die am schwersten von dieser ungewollten Hebung betroffen sind. Sehr beeindruckend und eine Mahnung an uns alle, sorgsamer mit der von uns geschaffenen Technik umzugehen.

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Letzte Änderung: 20.10.2013