Wir stellen uns vor     Julius Geschichten     Koblenzer Brunnen     AK 2008      

Geliebter Schwarzwald     Lieblinge     Cachen mit Anderen     Erster    Statistik      

Ausrüstung    Geocaching in der Kritik    Cachedose     Links    Impressum    

Home            

Cachedose - Juni 2014

Sonnenstrahlen - Mystery

Man kann nicht behaupten, dass sich unser Cache GC1DY0V „Sonnenstrahlen“ großer Beliebtheit erfreut. In den 8 Jahren seiner Existenz wurde er erst 55 mal gefunden, also etwa alle 2 Monate ein "Found". Die Log-Einträge sprechen Bände. Meist wird durch Zuordnung der Bildaufnahme zum tatsächlichen Gelände versucht, den Aussichtspunkt ausfindig zu machen. Ein mühsames Geschäft, wenn man das Gelände nicht genau kennt. Denn der Aussichtspunkt trägt, soviel wir wissen, keinen Namen und dürfte nur wenigen Einheimischen bekannt sein.

Wer bei uns vorher nachfragte oder wer nach einem Found wissen wollte, wie das denn theoretisch zu lösen sei, bekam bisher als Antwort eine kleine PDF-Datei nachfolgenden Inhalts zugesandt. In Zukunft verweisen wir also auf unsere Homepage und der Rest der Cachergemeinde, so er denn diese Zeilen hier liest, bekommt gratis die Lösung serviert und braucht jetzt nur noch kurz einen Abstecher in den Schwarzwald zu machen, um sich im Logbuch zu verewigen.

Vorweg ein paar Anmerkungen: Im täglichen Umgang mit Koordinaten vergessen auch Geocacher leicht den Ursprung dieser Zahlenwerte. Letztlich sind es Winkel eines Kugelkoordinatensystems, mit deren Werten man jeden Punkt auf der Oberfläche einer Kugel bestimmen kann. Das geographische Koordinatensystem - und damit auch das GPS - bedient sich also dieses Kugelkoordinatensystems. So ist ein Wert der geographischen Breite letztlich nichts anderes als der zum einen vom Erdmittelpunkt gemessene Winkel zwischen der Senkrechten vom Äquator zu dem betreffenden Punkt (Nord- bzw. Südkoordinate) und zum anderen der vom Erdmittelpunkt gemessene Winkel zwischen Nullmeridian und dem betreffenden Punkt (Ost- bzw. Westkoordinate). Langer Rede kurzer Sinn: es sind immer zwei Winkel zu messen, um einen Punkt auf der Erde zu bestimmen.

Wer sich jetzt das zugegebenermaßen etwas verwaschene Bild anschaut, kann mit gutem Grund schlussfolgern, dass diese beiden "Sonnenstrahlen" etwas mit diesen beiden Winkeln zu tun haben. Nur, wie lese ich diese Winkel so genau ab, dass sie mir auch brauchbare Koordinaten liefern? Nun ja, das "Raster" ist zwar sehr grob, aber der Zufall wollte es, dass exakt dort etwas markantes im Gelände steht, wo der mathematische Ansatz einen "genauen" Wert liefert. Der Rest ist eine kleine Fleißarbeit.

Das Bild ist eine Pixeldatei (JPEG-Format). Um die Lage eines jeden Pixels genau zu bestimmen, gibt es auch hier ein Koordinatensystem, das Karthesische Koordinatensystem. Der Nullpunkt liegt dabei immer in der linken oberen Bildecke. Jetzt sollte man nur noch die trigonometrische Beziehung kennen, um den Winkel zwischen drei Punkten zu bestimmen und dem erfolgreichen Ausflug in die Natur steht nichts mehr im Wege.

Lade also das Bild in einem Programm zur Bearbeitung von Pixel-Dateien hoch. Wir haben das Programm „Paint“ von Microsoft genommen, das mit jeder Windowsversion mitgeliefert wird. Vergrößere die Ansicht (400 fach ist optimal).

Gehe mit dem Mauszeiger zur „Sonne“ (Bildecke oben rechts). Da das Bild eine Größe von 800 X 500 Pixel hat, lauten die Koordinaten für diese Sonne: 800/0. (Unten rechts auf dem Bildschirm abzulesen)

Gehe nun mit dem Mauszeiger dorthin, wo der obere Sonnenstrahl den linken Bildrand schneidet und lies die Koordinaten ab: Die dortigen Koordinaten lauten: 0/114

Gleicher Vorgang für den unteren Strahl und du erhältst: 348/500

Jetzt ermitteln wir nur noch die notwendigen Winkel dazu. Die Trigonometrie im rechtwinkligen Dreieck hilft uns da weiter: Für den oberen Strahl (= Ostkoordinate) ergibt sich:

arctan(114/800) = 8.11004783

Für den unteren Strahl (= Nordkoordinate)verfährst du genauso.

So, der Rest dürfte schnell berechnet sein.

© 2008-2017  vewodu

Letzte Änderung: 11.08.2014