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Cachedose - Juni 2015

Sätze mit "eigentlich"

Wer uns - die beiden Teams jueke und vewodu - kennt, weiß, dass wir auch einen komplexen Multi gerne zum Mystery erklären. Der Mitte Juni 2015 veröffentlichte Multi Hammersteiner Runde war eigentlich viel zu verlockend, um diese Vorgehensweise nicht auch hier auszuprobieren, war doch der Bilderstationenweg noch zusätzlich mit elf Mystery-Stationen garniert.

So machten sich die beiden Teams an die Heim-Arbeit, galt es doch zunächst, die einzelnen Stationen der Mysteries zu ermitteln. Wer Rubi42-Mysteries schon mal gelöst hat, weiß, dass es sich immer um ein knackiges meist mathematisches Problem handelt. So auch hier. Irgendwann meldeten unsere Mathe-Experten Vollzug und wir konnten losziehen. Aufgrund der Stationsverteilung der die Multi-Stationen begleitenden Mystery-Stationen war das „Zielgebiet“ des Finals ziemlich genau bestimmbar und ließ eigentlich nur wenige Möglichkeiten zu, an denen der Cache tatsächlich liegen konnte. Aber so ist das mit Annahmen, die das Adjektiv „eigentlich“ beinhalten. Eigentlich sollte am Nachmittag des 22. Juni das Wetter durchwachsen sein. Realität: Es goss in Strömen. Eigentlich waren die ermittelten Finalkoordinaten die wahrscheinlichsten. Realität: Wir suchten vergeblich und wurden nur nass und nasser. Nach einem erfolgreichen Mystery-Fund (HSR 1) – quasi als Beifang - gaben wir auf, flüchteten in eine nahegelegene Schutzhütte, palaverten noch ein Weilchen und zogen kleinlaut wieder von dannen.

Am nächsten Tag mit neuem Ansatz und einem unerschütterlichen Vertrauen nach dem Motto: Wo ein Wille ist, steht auch ein Baum, war der Multi endlich geknackt. An einer sehr markanten Baumruine wurden wir fündig. Jetzt könnte man sich eigentlich entspannt auf den Weg machen und die Mystery-Stationen HSR 11, HSR 10, HSR 9, HSR 8 und HSR 7 noch aufsuchen, die schöne Landschaft genießen, Schwätzchen halten und derlei Dinge mehr. Aber, da ist schon wieder dieses „eigentlich“. Es begann schon wieder zu regnen und die Gesamtstrecke war für unser verabredetes Zeitkontingent einfach zu lang, Da wir die Runde quasi im Rückwärtsgang abliefen, waren wir nach 5 Stationen dem Zeitlimit nahe, aber ohne Rückwegoption. Also noch zu den „Liebenden“ (HSR 6). Unser Logeintrag dazu beginnt, wie könnte es anders sein mit „eigentlich“:

Eigentlich hatten wir unser Tagessoll mit HSR 7 erfüllt, aber es bot sich uns kein Weg nach unten an. Also besuchten wir noch die "Liebenden". Aber auch das brachte uns nicht wirklich auf den rechten Weg. Im Nachhinein wär's wohl besser gewesen, die Runde auf vorgezeichneten Wegen zu beenden. Aber hinterher ist man immer schlauer. Wir waren nur nass und sehnten uns nach einer warmen Dusche!

Teil 3 und damit den Abschluss der Runde machte jedes Team für sich. Bei uns kam erst mal der Urlaub dazwischen. Am 14. Juli schloss sich der Kreis. Wir fuhren diesmal von Rheinbrohl kommend Richtung Rockenfeld und bogen dann zum Forsthof ab. Optimaler Ausgangspunkt für die zu erwartenden Höhenmeter, dachten wir. Nun, für HSR 5 und HSR 4 mag das stimmen, für die letzten von uns anzulaufenden Mysteries (HSR 3 und HSR 2) traf das aber überhaupt nicht zu. Zum einen: wer geht schon gerne denselben Weg hin und zurück, zum anderen lag noch ein Berg dazwischen. Also mal wieder vom vorgeschlagenen Kurs abgewichen und kurzerhand die Direttissima zwischen HSR 5 und HSR 3 gewählt.

Wir machen es kurz: Es war eine suboptimale Entscheidung. Und nach HSR 2 mussten wir natürlich den Berg zum Forsthof wieder hoch.

Eigentlich sollten wir daraus gelernt haben. Man sollte sich an die Empfehlungen aus der Cachebeschreibung halten, zumal in einem Gelände, in dem man sich nicht so auskennt. Aber es ist halt der Reiz des Plausibilisierens, der und das Team jueke antreibt. Und, nicht zu vergessen, wir ersparten uns die Bildersuche an den Multistationen und…Bewegung tut gut. Eigentlich, oder?

© 2008-2017  vewodu

Letzte Änderung: 15.10.2015