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Cachedose - Juli 2015

Eine Schlucht mit Schiene

Urlaub im Schwarzwald. Endlich der Hitze des Neuwieder Beckens entfliehen und die kühle Höhenluft des südlichen Schwarzwaldes genießen. Pustekuchen! Urlaubstage unter 30° C gab es nicht und nur die Nächte in 900 m Höhe waren erträglich. Gehören Ausflüge mit der Höllentalbahn nach Freiburg normalerweise wie selbstverständlich zum Urlaubsprogramm dazu, hat eine Fahrt gereicht, um diesmal diese Stadtbesuche aus dem Programm zu streichen. Die Höllentalbahn hat in ihren Zügen keine Klimaanlagen und Freiburg ist auch zu „normalen“ Zeiten eine der wärmsten Städte Deutschlands.

Dass wir trotz dieser widrigen Witterungsumstände einen über 7 km langen geländemäßig etwas fordernden Multi (GC5D0N5 Schluchten und Schienen) angingen (T-Wertung 3) war der ausnehmend schönen Landschaft gezollt. Ging es doch entlang einer wildromantischen Bahnstrecke zwischen Neustadt und Rötenbach, um dann abzusteigen in die Wutachschlucht. Hier ist es auch im Hochsommer kühl und schattig. Am Zusammenfluss der Gutach und Haslach – beide Flüsschen enden dort und fließen als Wutach weiter Richtung Hochrhein - geht es allerdings wieder steil bergauf. Zum Abschluss findet man dann eine große Dose in einem gut präparierten natürlichen Versteck.

Für etwa 1,5 km ist dieser Rundweg Teil des Schluchtensteiges, einem insgesamt 118 km langen Wanderweg von Stühlingen nach Wehr. Dass die Wutach (Wütende Acht) ihren Namen nicht ohne Grund trägt, machen die schweren Zerstörungen in der Schlucht immer wieder deutlich. Keine drei Wochen vor unserem Besuch war die Schlucht nach einem Unwetter für Tage gesperrt.

Die Bahnstrecke, an der die Wegstrecke des Caches entlangführt, ist Teil der Höllentalbahn von Freiburg nach Donaueschingen. Der Streckenabschnitt Freiburg-Neustadt ist seit Jahrzehnten elektrifiziert; der Rest wird vermutlich noch für ein paar Jahre durch Dieselloks befahren. Die Bahntrasse folgt einer Höhenlinie des Gutach- und dann des Wutachtales und windet sich dementsprechend schlangenförmig durchs Gelände. Vier 100 bis 200 Meter lange Tunnels gibt es auf diesem Teilstück. Kurz hinter dem stillgelegten Bahnhof Kappel führt eine Talbrücke über die Gutach. Der Zug verkehrt im Stundentakt auf der eingleisigen Strecke, so dass man auf jeden Fall während seiner Wanderung - meist oberhalb der Gleise - mindestens einmal einen Zug vorbeifahren sehen kann.

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Letzte Änderung: 15.10.2015