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Cachedose - September 2015

Flaches Land

Mitte September hielten wir uns im Norden Deutschlands auf, ein Geburtstagsgeschenk, das der Jubilar im vewodu-Team natürlich nicht ausschlug. Wir quartierten uns wieder im beschaulichen Fischerdorf Greetsiel ein, genossen die norddeutsche Küche und ließen ansonsten die Seele baumeln. Die Fangquote an Geocaches während solcher Tage des Müßiggangs hält sich in Grenzen. Von den 16 Caches, die wir in den sechs Tagen aufsuchten, sind die folgenden erwähnenswert:

1. Der Inselcache:

Die Wettervorhersage versprach an diesem Tag nichts Gutes. So entschlossen wir uns nach dem Frühstück zu einer Ausflug mit dem Wagen, um mal wieder ein paar Orte an der Küste zu besuchen. Wenn’s dann zu regnen anfangen sollte, kehren wir halt wieder um und machen es uns auf dem Zimmer gemütlich.

Wir fuhren von Greetsiel nach Nessmersiel, stellten den Wagen kurz vor dem Deich ab und liefen die restlichen etwa 1,5 km bis nach Nessmersiel-Hafen. Beine vertreten, einmal durchblasen lassen und dann weiter, so war’s geplant. Es war Dienstag, geschäftiges Treiben am Kai. Die Fähre nach Baltrum sollte in wenigen Minuten ablegen. Wie wär’s mit einem Inselbesuch? Am Ticketschalter machte man gerade dicht. Sie können eine Tagesausflugskarte auch noch auf der Fähre lösen, sie müssen sich aber beeilen!

Wenig später tuckerten wir Richtung Baltrum. Mit 21 € pro Person ein teures Vergnügen, für knapp 4 Stunden Inselaufenthalt. Die Fähre lavierte durchs enge Fahrwasser. Dass der Meeresgrund hier nur wenige Meter tief ist, sah man an der Schlammwolke, die die Schiffsschraube aufwühlte.

Baltrum ist eine Ferieninsel ohne Autos. Im Inselhafen stehen Dutzende kleiner Bollerwagen, mit denen die Inselgäste ihr Gepäck zur gebuchten Pension oder zum Hotel ziehen können. Wer’s vornehm liebt, wird mit der Pferdekutsche transportiert. Natürlich musste unsere Kurzentschlossenheit auch mit einem Cache garniert werden. Auf dem Schiff hatten wir uns für den Multi Und wieder ein Baltraum… entschieden, er startet am Hafen und führt für 2 km durch den Ort. Beeindruckende Objekte gibt es auf so einer reinen Ferieninsel kaum, alles ist auf den Gast, seine Versorgung, Unterbringung und Unterhaltung ausgerichtet. Am besten gefiel uns noch die riedgedeckte katholische Kirche mit ihrem lichten, mit Buntglasfenstern geschmückten Innenhof. Was uns an dem Final dieses Caches überraschte, war der Versteckort. Ein Stückchen Lost Place der Natur inmitten der ansonsten besiedelten Fläche.

Was uns wirklich beeindruckte, war dann der scheinbar endlos lange Sandstrand, der sich auf der Nordseite hinter dem Damm auftut. So wanderten wir die restliche Zeit bis zur Rückfahrt mit der Fähre entlang dieses Strandes, sammelten Muscheln und ließen uns tüchtig durchblasen. Das Wetter hielt bis zum Schluss. Erst auf den letzten Metern zum Auto setzte ein kräftiger Regen ein. Glück gehabt!

2. Fremdgänger?

Wer Geocaches des Teams Teckeltrupp schon mal aufgesucht hat, weiß, dass es fast immer einen Überraschungsmoment beim Finden gibt. Sei es die Ausschmückung der Cachedose, sei es die geschürte Erwartungshaltung durch die Cachebeschreibung. Man weiß aber auch, dass die Caches des Teckeltrupps normalerweise ins Hessische gehören, um die Stadt Limburg an der Lahn herum. Umso überraschter waren wir, als wir während eines Ausfluges nach Norden auf einen Teckeltrupp-Cache stießen. Denen geht’s wohl genauso wie den vewodus: Langjährige Treue zu einem Feriendomizil muss ja irgendwann auch mal mit einem eigenen Cache am Urlaubsort „markiert“ werden. Was den vewodus ihr Schwarzwald, ist dem Teckeltrupp ihr Norden. Und wenn man schon in der Fremde seine Duftmarken hinterlässt, dann will man sich auch von seiner besten Seite zeigen. Das Cachebehältnis ist perfekt seiner natürlichen Umgebung angepasst. Erst wenn man es gefunden hat – und das kann dauern, erklärt sich auch der Name des Caches: Der Stülper.

3. BiMi-Caches

Zugegeben, von den 100 Caches des BiMi-Teams (Stand September 2015) kennen wir nur drei, aber sie sind es wert, hier erwähnt zu werden. Die ersten zwei fielen uns durch ihre kreative Umsetzung auf. Da war zunächst der BiMi - 97 + 2.0 = 105. Leider inzwischen archiviert. Ein unscheinbarer Wegweiser mitten im Nirgendwo der flachen, spärlich besiedelten Region westlich von Emden. Nach kurzer Inspektion des Wegweisers – keine Auffälligkeiten, kein sonst üblicher Mikro oder Nano – beginnt man die nähere Umgebung abzusuchen. Fehlanzeige! Dann eben noch mal das Schild. Dann endlich; bauartbedingt weist der doppelseitige Wegweiser einen engen Spalt auf, in den BiMi einfach eine Metalllasche von nicht unbeträchtlicher Größe geschoben hat; Platz für ein paar hundert Einträge.

Nicht unweit dieser Stelle dann die nächste kleine Überraschung: BiMi - 1000ter TeamHasenherz. Eine Hundehütte in einem Baum. Das BiMi-Team hat offensichlich diesen Cache seinen Cacherfreunden Team Hasenherz aus Anlass des 1000. erfolgreichen Fundes gewidmet. Und diese sind, schaut man sich das Cacherprofil an, unbestreitbar Hundenarren. Öffnet man diese „Hundehütte“, dann hat man Einblick in ein nett gestaltetes Diorama mit Hundehütte nebst den beiden Dalmatinern des Teams Hasenherz. Und die bellen einen an!

Was der Owner nicht beeinflussen konnte: Die Wiese zwischen Fahrweg und Versteck war an diesem unserem Tag frisch mit Mist bestreut worden. So stakten wir vorsichtig zwischen den Mistfladen zum Versteck. Eine olfaktorische Herausforderung.

Diese Herausforderung mussten wir dann auch noch ein zweites Mal an diesem Tag meistern. Schräg gegenüber lag der Cache BiMi - 100 Logbücher. Genau, es lagen wirklich 100 Überraschungseier in der großen Cachedose. Das Beeindruckende daran sind ja nicht die hundert Plastikeier, die man im ungünstigsten Fall öffnen muss, um an den Logstreifen zu gelangen. Beindruckend ist: Wie verdrückt man 100 große Schoko-Eier, ohne sich anschließend bei einem Kurs der Weight-Watchers anmelden zu müssen? Und was macht man mit all den Figürchen? Ein neues Diorama bauen?

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Letzte Änderung: 18.10.2015