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Cachedose - Oktober 2015

Eine kreative Hexe

Kreativ sind die Geocaches der Käuter-Hexe wahrlich, da lohnt sich auch die etwas weitere Anreise in den Taunus. So reisten wir Mitte September 2015 das erste Mal an und begannen mit einem Blick in den Westen.

Es gibt unter uns Cachern angeblich auch diejenigen, die niemals, wirklich niemals, in einen Hint reinschauen. Wir können versichern, wir gehören eindeutig nicht dazu. Die Owner werden schon Gründe haben, warum sie einen Hint einstellen, also soll man ihn auch nutzen. Nur erschließt sich manchmal erst nach dem Fund der Sinn desselbigen. Manchmal fühlt man sich dann auf den Arm genommen, manchmal, so wie hier, wird man schmunzeln: Wie doppeldeutig kann doch ein Wort sein. Und ein „Logbuch“ dieser Art ist uns auch noch nicht untergekommen. Zum Glück gibt’s ganz in der Nähe eine Bank, man setzt sich hin und erarbeitet sich einen „Eintrag“ ….und wirft halt ab und an einen Blick in den Westen.

Eve 1, der Tradi gleich nebenan hat sich, den Angaben der Kräuter-Hexe zufolge, ihre kleine Tochter ausgedacht. Das hat zur Folge, dass man ziemlich klein machen muss, um den gut getarnten Petling zu finden. Eine kleine Rache an uns großwüchsige Cacheverstecker, die ihre Dosen nicht hoch genug verstecken können!

Von hier zum Cache 8+1=Geduld ist es nur einen Katzensprung, aber eine gänzlich andere Aufgabe. Wie die Cachebeschreibung schon verrät, 6 Häuschen, 6 Schlösser, 9 Schlüssel und immer nur einer passt. Das kann ja heiter werden. Vor Ort sind dann wirklich sechs kleine Häuschen in der Botanik verteilt und der Zugang jeweils mit einem Schloss versperrt. So beginnt man, mit winzig kleinen Schlüsselchen ein Schloss nach dem anderen zu öffnen, um an das Logbuch heranzukommen. Wir hatten Glück, im dritten geöffneten Häuschen fanden wir das Logbuch. Wer Pech hat, der wird erst im letzten Häuschen fündig und kann selbst zusammenzählen, wie oft er den falschen Schlüssel angesetzt hat. Auf jeden Fall nichts für Ungeduldige.

Der letzte Kräuter-Hexen-Cache an diesem Tag war das doppelte Steckspiel. Hier ist nicht nur Geduld sondern obendrein Geschicklichkeit gefragt. Und wer Pech hat, der darf das Ganze im Doppelpack machen. Wie Kräuter-Hexe in der Beschreibung schon andeutet, es kostet einige Überwindung, auf „offener Bühne“ hantieren zu müssen. Das halbe Dorf könnte ja zuschauen. An dieser Konstruktion werden noch viele ihren Spaß haben, da sind wir ganz sicher! Und wer eine Gebrauchsanweisung braucht, gleich nebenan steht die Ownerin mit Rat (und Tat) zur Seite.

Eine Woche später waren wir wieder in Weyer und „räumten den Rest ab“, diesmal mit dem Team jueke zusammen. Wir begannen mit dem Multi Kräuter-Hexe, eindeutig der bisherige Höhepunkt in der noch kleinen Kräuter-Hexen-Sammlung. Der Kurzmulti beginnt ganz unspektakulär mit dem Einsammeln der notwendigen Schlüssel, um sich Zutritt zum Hexenhaus zu verschaffen.

Was sich dann auftut, ist die kleine Welt der Kräuter-Hexe. In unzähligen Details wird hier der Lebensraum dieses zauberhaften Wesens dargeboten. Man kommt aus dem Staunen nicht heraus, immer wieder wird Neues entdeckt. Wir möchten die Kinderaugen sehen, die hier nicht vor Bewunderung strahlen. Wären wir vom Geschlecht der Kräuterhexen, wir würden um Asyl bitten und uns sofort hier einquartieren lassen. Hier ist ja wirklich ALLES zum Wohlfühlen vorhanden.

Der vorletzte Geocache an diesem Tag nannte sich Abkühlung. Wir zählen uns ja zu den Naturverbundenen, aber soweit geht die Liebe zur Natur natürlich nicht, uns mitten im Wald bei diesen Außentemperaturen unter eine Dusche zu stellen. So trafen wir entsprechende Vorsichtsmaßnahmen, um trocken zu bleiben. Nur war dann bei der "Befüllung" im Übereifer etwas üppig mit dem nassen Gut umgegangen worden und so traf ein klitzekleiner Wasserschwall die liebe Christa vom Team jueke. Wir bitten um Nachsicht!

Last but not least wartete der Geist des Brückenwächters auf uns. Bereits auf dem Hinweg zu seinem Versteck fanden wir drei auskunftsfreudige Leichen. Das konnte ja heiter werden. Ein Weg zur Brücke - den wir mit unserem Kartenmaterial noch ausmachen konnten: Vergiss es, er existiert nicht mehr! Die Brücke selbst: Wir wissen ja, im Großraum Koblenz gibt es Brückenprobleme, aber dass es so schlimm um unsere Verkehrswege bestellt ist. Grauenhaft! Und dann erst der Wohnort des Brückenwächters – oder was von ihm noch übrig sein sollte!

Zum Glück schwebte sein Geist wohl zum Zeitpunkt unseres Besuches über der Baustelle der Europabrücke in Koblenz. So konnten wir in aller Ruhe seine Behausung erkunden. Wir würden mal schätzen, dass mindestens drei Halloween-Veranstaltungen mit den hier angesammelten Gruselutensilien üppig ausgestattet werden könnten.

Bisher hat die Kräuter-Hexe mit ihren sieben seit Mai 2015 ausgelegten Geocaches zusammen über 105 Favoritenpunkte eingesammelt. Wir sind gespannt, was uns bei dieser ideenreichen kreativen Schaffenskraft noch alles geboten wird.

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Letzte Änderung: 5.11.2015