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Cachedose - Januar 2016

Zu viel Schnee? Dann eben ab in den Elsass!

Eingeschneit

Unsere Fahrten in den Schwarzwald führen uns auch immer durch einen Teil des Elsass. Südlich von Kandel biegen wir ab auf die A35 (Maut frei) über Straßburg bis Erstein, um dann linksrheinisch bis Marckolsheim weiter zu fahren, den Rhein und den Kaiserstuhl zu queren und zum Schluss die B31 durch Freiburg und das Höllental weiter nach Hinterzarten. Eine geruhsame Fahrerei, sieht man mal von den beiden Stadtdurchfahrten Straßburg und Freiburg ab, und insbesondere auf dem letzten Teilstück zwischen Erstein und Marckolsheim eine landschaftlich reizvolle wenn auch flache Rheinebene.

Obwohl wir Hinterzarten in den Wintermonaten schon oft besucht haben, war es dieses Jahr (Januar 2016) doch etwas zu viel mit dem Schnee. Wir sind keine Skifahrer, aber Geocaching im Tiefschnee ist nun auch nicht so unser Ding. Also “flüchteten“ wir kurzentschlossen mehrmals tagsüber in die Rheinebene und cachten die schneefreie Region ein bisschen leer, die wir bisher hauptsächlich von der Durchreise kannten.

Winterstimmung am Kanal

Da fiel uns zunächst die Cacheserie La Cycl'eau PET auf, die einen Abschnitt des alten Rhein-Rhone-Kanalabschnittes von Mühlhausen nach Straßburg zum Thema hat. Wie auf einer Perlenschnur reiht sich hier Cache an Cache längs des Kanals, der die Landschaft schnurgerade durchschneidet. Langweilig sollte man meinen. Weit gefehlt. Dieses Teilstück des Kanals ist seit Jahrzehnten sich selbst überlassen, nur der Radweg, der ehemalige Treidelpfad, wird noch gepflegt. Alle paar Kilometer gibt’s eine kleine Schleuse mit Schleusenwärterhäuschen, alte Bäume säumen den Kanal, einige davon liegen quer im Wasser. Eine Schifffahrt ist hier nicht mehr möglich und so haben Wasservögel das Regime übernommen. Wir sahen u.a. mehrfach Eisvögel, eine ansonsten selten anzutreffende Vogelart.

Mit unseren beschränkten Französisch-Kenntnissen war es oftmals ein kleines Abenteuer, die Hints zu interpretieren. Dass wir aber nur einen Bruchteil schafften, lag weniger an diesem Umstand, als an der schieren Masse der verlegten Petlinge (170 Stück auf knapp 4o km). Und wir waren zu Fuß unterwegs; es half nichts, nach ein paar Kilometern erfolgreicher Petling-Lese ging’s auf demselben Weg wieder retour. Dafür hatten wir dann aber auch unser angestrebtes Laufpensum erreicht.

La Cité 14

Eine weitere erwähnenswerte Cache-Serie in diesem Raum ist La cité 14. Zur Unterbringung der Arbeiter und ihrer Familien während des Baus des Rheinseitenkanals in den fünfziger/sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts wurden in der Nähe der Staustufen kleine Städte errichtet. So auch an der Staustufe Marckolsheim. Das Retortenstädtchen bot Platz für 3000 Bewohner, hatte zahlreiche städtische Einrichtungen (Schule, Kindergarten, Kirche, Schwimmbad, Freizeitpark) und war von 1958 bis 1968 bewohnt. Heutzutage ist von den Leichtbau-Immobilien außer den Fundamentplatten nichts mehr vorhanden, nur die ehemaligen Sträßchen und Wege zeugen noch von der einstmaligen Besiedlung. Informationstafeln erinnern an diese Zeit und führen einen durch das Gelände.

Das macht sich die Cacheserie zu Eigen. In zwei Schleifen mit 19 Tradies und zwei Multies folgt sie mehr oder weniger den ausgeschilderten Wegen durch die inzwischen wieder weitestgehend renaturierte Landschaft. Die Cachebehältnisse sind fantasiereich gestaltet. Fast jedes Versteck ist eine kleine Überraschung. Auch wenn wir zwei der Tradies nicht gefunden haben und die Multies mangels Sprachkenntnissen abgebrochen haben: es war ein kurzweiliger und informativer Nachmittag in der Cité 14. Wer mehr über Cité 14 erfahren will, den verweist die Cachebeschreibung auf diesen Youtube-Beitrag (leider nur auf Französich)

Abends kehrten wird dann wieder in unser tiefverschneites „Basislager“ Hinterzarten zurück.

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Letzte Änderung: 1.02.2016