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Cachen mit Anderen

Grundsätzlich ist Cachen ein Hobby mit mehreren Teilnehmern. Braucht es doch mindestens zwei, um dieses Hobby überhaupt ausüben zu können: einen der die Aufgabe stellt und einen, der sie löst. Das ist trivial. Was wir hier meinen, ist, dass Gruppen gebildet werden, die gemeinsam einen Cache angehen. Davon soll hier die Rede sein.

Wir wollen mal versuchen, dies in fünf Gruppen aufzuteilen und zu charakterisieren:

  • Die Familie
  • Die Interessengemeinschaft
  • Events
  • Cachen und Beruf
  • Cacherfreundschaften

Die Familie

Leider sind wir beide schon etwas in die Jahre gekommen. Unsere Kinder sind erwachsen und gehen ihre eigenen Wege. So sind es nur wenige Caches, die wir mit den Kindern gemacht haben, aber diese sind dann bewusst von uns ausgesucht worden, um einen netten Tag miteinander zu verbringen. Verbissene Proficacher, die in einer solchen Gruppenkonstellation unbedingt in einem Steinhaufen nach einer Stunde vergeblichen Suchens noch einen Mikro finden wollen, können die anderen ganz schön nerven.

Wir treffen -insbesondere im Urlaub- Familien mit Kindern beim Cachen an, die einen Heidenspaß an diesem Hobby haben. Meist aber sind die Kinder im vorpubertären Alter. Cacherfamilien mit Kindern im kritischen Alter trifft man selten und dann meist nur mit nörgelnden Zöglingen im Schlepptau, Familien mit erwachsenen Kindern -soweit wir uns erinnern können- trafen wir nie.

Bei manchen Caches borgen wir uns die Familie. So war es eine Zeit lang eine liebe Gewohnheit, dass wir uns mit dem MrSandman-Team (drei Kinder) trafen, um mal wieder auf Tour zu gehen (siehe Kap. Cacherfreundschaften).

Unser Cache Squaw Allesweiß hat seinen Ursprung darin, dass unser Cacherfreund Hanspeter (Pfeifenfreund) uns fragte, ob wir nicht einen Cache wüssten, den er zusammen mit seinen beiden Enkelkindern machen könnte.

Klar wussten wir einen: Wir bastelten einen auf die Schnelle. Für das Cachebehältnis fiel uns aber in diesem Muggel-verseuchten Gebiet (einem Spielplatz) nicht so schnell was ein, bis, ja bis wir uns an ein Behältnis erinnerten, das wir vor Jahren einem Siebenschläfer gebastelt hatten, der sich bei uns zum Überwintern im Wäschetrockner einnisten wollte. Dieses Behältnis, nach dem Winterschlaf für Jahre ungenutzt in der Gartenlaube verstaut, kam jetzt zu neuen Ehren, wenn auch etwas zweckentfremdet.

Mit ziemlichem Erfolg, wie wir meinen. Die Familien, die diesen Cache besuchten, hatten, wenn man den Eintragungen Glauben schenken darf, ihren Spaß. Wir übrigens auch, durften wir doch bei zwei Besuchen als Ersatzgroßeltern einspringen.

Nachtrag April 2008: Den schönen "Vogelkasten", der keiner war, gibt es nicht mehr. Er wurde gemuggelt, und dient hoffentlich jetzt der Aufzucht irgendeines Piepmatzes. Aber das Ersatzversteck hat ebenfalls seine Liebhaber gefunden.

Nachtrag September 2008: Das Ersatzversteck wurde ebenfalls gemuggelt. Da es in der Umgebung keine geeigneten Cacheverstecke mehr gab, entschlossen wir uns, diesen Cache zu archivieren.

Nachtrag Mai 2012: Die Idee mit den spontanen 'Ersatzenkel-Caches' haben wir inzwischen noch zweimal wiederholt. Da war zunächst der Cache Märchenwald zu Ostern 2009 in der Nähe von Bad Breisig. Ziel war es, die begleitenden Erwachsenen zu animieren, eine passende Rahmengeschichte zur Cacherunde ihren Kindern/Enkelkindern zu erzählen und die Kinder selbst am Cacheort zum Malen aufzufordern. Als Cacheversteck fanden wir damals eine schöne alte Baumruine. Zu Ostern 2012 bastelten wir auf die Schnelle den Cache Lahmi-Der faule Osterhase, als mal wieder der Enkelbesuch bei unseren Cacherfreunden anstand. Inzwischen haben wir also Routine in diesen Dingen;-)


Interessengemeinschaften

Vier Augen sehen mehr als zwei. Trivial, aber lehrreich. Wie oft hat man schon verbissen an einer Stelle herum gesucht und nichts gefunden und beim nächsten Mal sagt der hinzugezogene Cacherfreund nach einer Minute: Na da liegt er doch!

Und so verabredet und trifft man sich auf zwanglose Weise ab und an und geht komplizierte, weit entfernte Caches gemeinsam an. Das trifft insbesondere auf Nachtcaches zu. Wer läuft schon gerne des nachts durch Wald und Flur. Nachtcaches haben wir beide allein höchst selten gemacht, dann schon lieber einen Nachtcache bei Tage (eine Spezialität von uns). In der Gruppe ist Nachtcachen ein Riesenspaß und man muss nicht permanent in Höchstform sein, man ergänzt sich ja und findet in aller Regel trotz vorübergehenden Schwächelns den Cache.

Der ökonomische Aspekt des gemeinsamen Cachens ist natürlich in Zeiten hoher Kraftstoffpreise ein entscheidender Faktor beim Gruppen-Cachen. Es ist schon ein Unterschied, ob die Tagestour 50€ an Benzingeld ausmacht, oder eben nur 25€, wenn man zu zweit fährt und sich die Angelegenheit teilt.

Und dann gibt es da noch die Powerteams: Interessengemeinschaften, sei es aufgrund ihrer technischen Ausrüstung, ihrer gemeinsamen sonstigen Hobbys, ihres gemeinsamen Ehrgeizes und was der Gründe noch mehr sind. Letztlich steht dahinter immer die Erkenntnis, dass man zu mehreren erfolgreicher cachen kann.


Events

In knapp 8 Jahren haben wir an 29 Events teilgenommen. Nicht gerade viel. Tendenz: gleichbleibend.

Unsere erste Eventbeteiligung war am 31.10.2005, Halloween III auf Schloss Arenfels. War das ein Gewusel. Bis dato mal sporadisch einen Cacher auf unseren Touren gesichtet, war hier auf einmal alles vertreten. Wirklich jeder aus der Umgebung war gekommen und die Veranstalter hatten sich unendliche Mühe gegeben, diese Massen zu bändigen. Uns gefiel es so gut auf dieser Veranstaltung, dass wir für eine Zeitlang den 31.10. als fixen Termin auf unserem Cache-Kalender vermerkt haben.

Solche Großveranstaltungen, zu denen oftmals über 100 Cacher zusammenkommen, ist nicht jedermanns Sache. Eigentlich auch nicht die unsere. So halten wir uns von Mega-Events fern (mit Ausnahmen s.o.), weil uns da der Trubel doch zu groß wäre und das eigentliche Cache-Erlebnis zu kurz kommt. Was wir aber mehr und mehr schätzen gelernt haben, sind die kleinen zwanglosen Stammtische in unserer Region, zu denen man sich mehr oder weniger regelmäßig trifft, alte Bekannte wiedersieht, Caches mit Ownern in Bezug bringen kann, usw., ohne dass das Ganze in Vereinsmeierei ausartet. Das gefällt uns, auch wenn wir nun nicht jedes Treffen wahrnehmen. Dass dabei dann noch so ganz nebenbei ein paar neue Caches aufgesucht werden können, ist eine willkommene Abwechslung.


Cachen und Beruf

Es blieb nicht aus, den Arbeitskollegen ab und an von seinen Cacheerlebnissen zu erzählen. Anfänglich müde belächelt, wurde die Neugier doch immer größer und schließlich gipfelte das im Wunsch der Kollegenschaft, doch einen Betriebsausflug mit dem Cachen zu verbinden. Kurzum, die nächsten drei Jahre, bis zum Ausscheiden aus dem aktiven Arbeitsleben, wurde zum Betriebsausflug gecached . Die ersten beiden Male wurden bestehende Caches mit dem Team erlaufen: Bastlers Lust von Bingooo und Roter Hahn von Koblenzer. Im Juni 2005 dann der Höhepunkt: Der selbstgebastelte Cache Betriebsausflug. Und es war ein schöner Erfolg. Wenn das Wetter nur nicht so brütend heiß gewesen wäre. Als wir uns die letzten Meter den Cacheberg hinauf schleppten, waren wir alle einem Sonnenstich nahe. Aber das Timing erlaubte uns vor der Rückfahrt mit der Schmalspurbahn in Engel, den Flüssigkeitsverlust wieder zu korrigieren. Entsprechend fröhlich trafen wir in Koblenz, unserem Ausgangspunkt, wieder ein. Der Cache hat noch zweieinhalb Jahre überlebt. Dann wurde er (vermutlich von Kindern) geplündert. Immerhin hatten diesen Betriebsausflug 22 Teams bis dahin erwandert.


Cacherfreundschaften

Es bleibt nicht aus, dass man mit Cachern Freundschaft schließt. Irgendwann begegnet man sich beim Cachen und wenn die Chemie stimmt, verabredet man sich für ein nächstes Mal. So begann bei uns die Freundschaft mit Hanspeter, den Cachern bekannt als Pfeifenfreund, irgendwann im August 2004, als wir bereits an der ersten Station des Jocky-Caches "Lost Valley II" Probleme hatten. Hanspeter kam hinzu und hatte einen für uns entscheidenden Vorteil: er kann extrem kleine Schrift lesen. Diese Fähigkeit war hier gefordert und so schafften wir "gemeinsam" den Cache. Ungern auf diese Fähigkeiten verzichtend und, was das Weltanschauliche betrifft, auf gleicher Wellenlänge sendend, gab es von da an unzählige Caches und damit Erlebnisse, die wir gemeinsam durchstanden. War Hanspeter im Gegensatz zu uns vorher als Einzelkämpfer unterwegs, stieß immer häufiger auch Christiane, seine bessere Hälfte hinzu, und so cachten wir bald zu viert. Hier paart sich Cachen mit angeregter Unterhaltung und wenn es das Wetter zulässt, wird unterwegs auch mal die Picknickgarnitur herausgeholt.

Sicherlich werden Freundschaften schneller geschlossen, wenn Kinder mit dabei sind. Das trifft für uns auf jeden Fall auf das Team MrSandman zu. Nino, seine drei Kinder Feline, Robin und Jona und wir haben uns zu zahlreichen Gelegenheiten schon verabredet und sind gemeinsam cachen gegangen. Meist waren es Nachtcaches. Und es war Feline, die mit ihren damaligen vier Jahren für uns das wunderschöne Logo gemalt hat, das für Jahre auf jeder Seite dieser Homepage zu sehen war (siehe Bild).

Es ist eine Lust mitzuerleben, wie Kinder mit ihrer raschen Auffassungsgabe auch komplexe Zusammenhänge erfassen. Rätsel lösen die meist schneller als wir. Nur beim Final ist dann Geduld angesagt: Die Entscheidung, was mit wem zu tauschen ist, fällt schwer und kann dauern.

© 2008-2017  vewodu

Letzte Änderung: 01.10.2012