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Der Cache Koblenzer Brunnen

Dieser Multi-Cache ist eine Zusammenfassung der ursprünglich geplanten Cacheserie von 8 Traditional-Caches und einem Mystery-Cache.

Nachdem unsere ursprüngliche Absicht an der Abstandsregel scheiterte und nachdem sich unsere Gemüter wieder beruhigt hatten, haben wir aus der Substanz diesen Multi zusammengestellt. Er begann bei seiner Veröffentlichung am Schloss und endet (was die Brunnen anbetrifft) mitten in der Einkaufspassage von Koblenz am Löhr-Center Brunnen.

Der Schlossbrunnen ist wohl den wenigsten bekannt, liegt er doch hinter dem Schloss und der Zugang ist nicht jedem ersichtlich. Die Bundesgartenschau 2011 wird hoffentlich das Ambiente verbessern helfen, zumal an dieser Stelle das im Logo der Koblenzer Touristik wiederzufindende Denkmal "Vater Rhein und Mutter Mosel" sein Dasein fristet. Diese Bundesgartenschau ist aber auch das Damokles-Schwert, das über dieser Cache-Station hängt, da anzunehmen ist, dass dieser Teil zum gebührenpflichtigen Areal der BUGA gehören wird. Schau'n wir mal.

Einschub: Das schrieben wir noch im Dez. 2007. Durch die Baumaßnahmen der BUGA 2011, die hier schon 2008 begannen, haben wir die erste Station vom Schlossbrunnen zum Kastor-Brunnen verlegt. Damit ist dieser geschichtsträchtige Brunnen in den Vordergrund gerückt.

Die Historiensäule ist einer der -nach unserem Geschmack- schönsten Brunnen in Koblenz, man kann sich nicht genug sattsehen an der Vielfalt der Figuren. Die untere Ebene, die die römische Zeit versinnbildlichen soll, zeigt einen Kahn mit einer jungen Frau am Steuerruder. Das muss unsere Claudia sein, wie sie in den Julius-Geschichten von uns erfunden wurde.

Natürlich darf ein weiteres Wahrzeichen von Koblenz nicht fehlen: der Schängelbrunnen. Er ist ein magnetischer Anziehungspunkt für alle Touristen, die nach Koblenz kommen. Der Brunnen ist nicht so alt (1940), wohl aber verbindet jeder der hierher kommt, ein paar Erinnerungen aus seiner eigenen Jugend mit dem Brunnen, so dass er offensichtlich sehr beliebt ist. Er ist dem Heimatdichter Josef Cornelius gewidmet, dem Schöpfer der Koblenzer Hymne: "Dat Cowelenzer Schängelche". Auch die Idee, den ahnungslosen Passanten anzuspritzen (zumindest in den Sommermonaten) macht sicherlich einen Teil seiner Attraktion aus. Jedenfalls passt der Brunnen wunderbar in das ihn umstehende Gebäudeensamble. Der Rathaushof wie auch der Jesuitenplatz sind wohl eine der schönsten Flecken in der Koblenzer Altstadt.

Weiter geht's zum Brunnen auf dem Plan. Im gleichen Baustil wie der Kastor-Brunnen errichtet, erinnert er an den Kurfürsten Wenzeslaus, der die Stadt Koblenz mit der ersten Wasserleitung und einem Brunnen beglückte. Dies ist aber eine andere Geschichte, die wir natürlich auch als Cache verarbeitet haben (siehe Geisenborn).

Dass der Herr Kurfürst nicht ganz uneigennützig handelte, sei hier der Vollständigkeit halber auch noch erzählt. Der hohe Herr machte sich nämlich viel mehr Sorgen, ausreichend Wasser in sein Schloss zu bekommen und beteiligte die Koblenzer Bürger zunächst nur an den Kosten für die Wasserleitung. Erst nach heftigen Protesten aus der Bürgerschaft ließ man sich dazu herab, auch einen Brunnen für die Untertanen aufzustellen (allerdings erst 5 Jahre später).

Der fünfte und letzte Brunnen in dieser Serie ist der Löhr-Center Brunnen. Von den in den letzten Jahrzehnten aufgestellten Brunnenanlagen ist er sicherlich der spektakulärste. Eine riesige Arche Noah, aus der in den Sommermonaten das Wasser aus allen Ritzen, Löchern und Rädern herunter spritzt. Bei schönem Einkaufswetter ist hier die Hölle los.

Wie schon bei Confluentes wollten wir den fleißigen Cacher mit einer schönen großen Box belohnen. Das geht aber inmitten einer quirligen Stadt nun wirklich nicht. Also mussten wir wieder raus in die Peripherie. Zahlreiche Logeinträge bestätigen, dass wir eine gute Wahl getroffen haben. Aber auch hier hatten wir die Rechnung ohne den Wirt gemacht: es war die Zeit der Fußballweltmeisterschaft und jeder Gipfel war mit feiernden Fußballfans besetzt. So musste flugs ein Ersatz-Zwischenziel geschaffen werden, falls mal wieder die lieben Muggels meinen, ihnen gehört die Welt. Mit dem Ergebnis, dass viele Cacher jetzt den Ratschlag geben: geht doch mal ein paar Meter weiter, da gibt's noch eine herrliche Aussicht gratis dazu. Ja klar, da ist ja auch das Original-Zwischenziel.

Dass die Idee mit dem Ersatzzwischenziel auch bei Überfällen der "Vandalen" ganz praktisch ist, zeigte sich im Mai 2008. Da verschwanden bei einer nächtlichen Feier die Bänke vor der Hütte. Ein Cacher muss halt mit allem rechnen.

Nachtrag September 2009: Das Zwischenziel an der Hütte haben wir inzwischen aufgegeben. Offenbar sind Feierlichkeiten an so exponierter Stelle auch immer eine Gelegenheit "die Wutz rauszulassen". Wir haben einen beschaulicheren Ort in der Nähe gefunden.

Ein bisschen Statistik:

  • Veröffentlicht am: 09. Juli 2006
  • Gesamtlänge: ca. 15 km (Fußvariante); bei Einsatz eines Verkehrsmittels zwischen den Stationen in der Innerstadt und dem Final: ca. 4 km
  • Höhenunterschied: 110 m
  • Der erste Finder war smillax am 9. Juli 2006
  • Funde insgesamt: siehe Statistik Eigene Caches

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Letzte Änderung: 01.10.2012