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Der Cache Koblenzer Brunnen - Am Wasserwerk

Jeden Tag ziehen hier Heerscharen an Joggern vorbei, Hundebesitzer führen hier ihre vierbeinigen Freunde aus, wenn die TuS spielt, ist hier die Hölle los. Ausgerechnet hier einen Cache legen? Nun, in Koblenz, wie in jeder größeren Stadt, liegt darin auch ein gewisser Reiz und solange es nicht gegen gute Sitten verstößt, es keine Geocaching-Regeln verletzt und der Cacherfreund sich nicht outen muss, ist dagegen auch nichts einzuwenden.

Darüber hinaus kann man sich hier auf dem Oberwerth, einer ehemaligen Rheininsel, auch einen Eindruck verschaffen, was es heißt, eine große Stadt mit ausreichend Trinkwasser zu versorgen. Pandemische Erkrankungen in der zweiten Hälfte des vorvorigen Jahrhunderts zwangen auch die Koblenzer Altvorderen dazu, sich Gedanken über die saubere Wasserver- und -entsorgung zu machen. So entstand 1886 das erste Wasserwerk in Koblenz. Es steht auch heute noch wie ein kleines Schlösschen mitten in den Rheinauen von Oberwerth. Drumherum stehen wie Pfahlbauten die modernen, blauen Pumphäuser, mit den man das Rheinwasser aus dem Kiesgrund hochpumpt. Die Aufbereitung, eine Wissenschaft für sich, findet in dem großen Gebäude statt, das sich ebenfalls hochwassersicher auf dem Areal befindet.

Als Schlusspunkt dieser letzten Modernisierung, die in den 80er Jahren erfolgte, musste natürlich auch was für die Kunst am Bau getan werden. Das wurde realisiert, wie konnte es anders sein, durch einen modernen Trinkwasserbrunnen, den es nun vor dem Eingang des Wasserwerks zu bewundert gilt. Und das Wasser kann man trinken!

Während Hochwasserzeiten (über 5,00 m am Pegel Koblenz) sollte man den Cache nicht angehen. Zwei Stationen liegen so tief, dass sie mit Sicherheit bei diesen Wasserständen nicht zugänglich sind.

Mit eingebunden in die Cacherunde sind drei tragische Ereignisse.

Zum einen sind es die beiden schweren Unfälle beim Bau der Südbrücke 1971 bzw. 1972, bei dem insgesamt 19 Arbeiter ums Leben kamen und zum anderen das schreckliche Ende einer fröhlichen Radtour im Sommer 2003, als ein Ast einer riesigen Pappel bei einem schweren Gewitter vom Blitz getroffen wurde, abbrach und eine Frau aus der unter dem Baum schutzsuchenden Gruppe unter sich begrub. An das letzte Ereignis erinnerte jahrelang eine Gedenkplakette am riesigen Stamm des toten, inzwischen aus Sicherheitsgründen zur Unkenntlichkeit zurechtgestutzen Baumes (siehe nebenstehendes Bild), bis im Sommer 2010 auch noch diese Überreste gefällt wurden. Die Gedenkplakette verschwand und wird wohl nicht wieder auftauchen. Wir lassen trotzdem die Station (mit Lösung) in der Cachebeschreibung; wer aufmerksam die Runde macht, kann sich auch jetzt noch am Boden ein Bild über die riesigen Ausmaße dieses Baumes machen.

August 2013: nun wurde die Cachedose zum wiederholten Male aus dem Versteck gezogen und zerstört. Irgendeinem Zeitgenossen passt es offenbar nicht ins Konzept. Damit müssen wir das schöne Versteck leider aufgeben. Wir haben aber in unmittelbarer Nähe adäquaten Ersatz finden können. Im Zuge der 'Umbettung' haben wir dann auch die Beschreibung etwas gestrafft. Wie ein Cacherfreund zu Recht in seinem Logeintrag bemerkte, sollte man Stationen, die nicht mehr existieren, auch nicht mehr in der Beschreibung erfassen. Wir sind dem nachgekommen. Die ehemalige Station 2 gibt es nicht mehr.

Ein bisschen Statistik:

  • Veröffentlicht am: 28.07.2007
  • Gesamtlänge:  ca. 2 km
  • Höhenunterschied: -
  • Der erste Finder war  deepblue53 am 29. Juli 2007
  • Funde insgesamt: siehe Statistik Eigene Caches

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Letzte Änderung: 17.08.2013